← alle Whitepaper
Whitepaper #13 | 08. Juli 2026

Marketing & Vertrieb: die Zusammenarbeit

Abschnittsbild Silodenken

Inhaltsverzeichnis

  1. Executive Summary
  2. Warum Marketing und Vertrieb auseinanderdriften
  3. Was Silodenken konkret kostet
  4. Strukturelle Ursachen: Ziele, KPIs, Verantwortlichkeiten
  5. Kulturelle Ursachen: Sprache, Status, Risikowahrnehmung
  6. Das Zielbild: Ein gemeinsames Zielsystem
  7. Operating Model: Zusammenarbeit als Prozess
  8. Enabler: Daten, Inhalte, Tools – in der richtigen Reihenfolge
  9. Die Rolle von Marketingagenturen im Alignment-Prozess
  10. Fazit: gemeinsames Zielsystem, klare Definitionen und ein Operating Model
  11. Über uns
  12. Kontakt

Executive Summary

„Marketing liefert keine brauchbaren Leads." „Vertrieb nutzt unsere Materialien nicht." Diese Sätze fallen in deutschen B2B-Unternehmen täglich – und sind so verbreitet, dass sie fast wie Naturgesetze klingen. Viele Unternehmen investieren konsequent in Marketing, und dennoch bleibt im Vertrieb das Gefühl, dass „da draußen viel passiert", aber im Closing zu wenig ankommt.

Das liegt selten an der Qualität der beteiligten Kolleginnen und Kollegen. Es liegt am System: Marketing und Vertrieb arbeiten mit unterschiedlichen Logiken, messen unterschiedliche Dinge und optimieren an verschiedenen Stellen der Customer Journey. So entsteht eine Lücke zwischen Aufmerksamkeit und Entscheidung – und in dieser Lücke verlieren Organisationen Geschwindigkeit, Qualität und Abschlusswahrscheinlichkeit.

Dieses Whitepaper führt zwei Perspektiven auf dasselbe Problem zu einem gemeinsamen Bild zusammen: die strukturellen und kulturellen Ursachen des Silodenkens, die konkreten wirtschaftlichen Kosten, ein Zielbild mit gemeinsamem KPI-System und Service Level Agreement, ein Operating Model für den Arbeitsalltag sowie ein Stufenmodell mit konkretem 90-Tage-Startprogramm.

Im Kern geht es nicht um „mehr Abstimmung", sondern um gemeinsame Definitionen, ein klares Zielsystem und eine Zusammenarbeit, die nicht von einzelnen Personen abhängt, sondern zuverlässig funktioniert.

KERNTHESE

Silodenken ist kein Kommunikationsproblem einzelner Personen. Es ist das rationale Ergebnis unterschiedlicher Ziele, Zeithorizonte und Erfolgsdefinitionen – und lässt sich nur auflösen, indem man genau diese drei Dinge gemeinsam neu gestaltet.

Warum Marketing und Vertrieb auseinanderdriften

Abschnittsbild Warum Marketing und Vertrieb auseinanderdriften

Kaum ein Thema wird in Unternehmen so regelmäßig diskutiert und so selten wirklich gelöst wie die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb. Die gegenseitige Skepsis sitzt tief: Marketing sieht im Vertrieb kurzfristig denkende Einzelkämpfer. Vertrieb sieht im Marketing eine kreative Abteilung, die Kampagnen plant, während der echte Umsatz auf der Straße gemacht wird.

Der lineare Trugschluss

Im erklärungsbedürftigen B2B ist der Kaufprozess selten linear. Entscheidungen werden in Buying Centern vorbereitet, abgesichert und intern begründet. Selbst wenn ein Kunde fachlich überzeugt ist, scheitert der Deal häufig an einem anderen Punkt: Die Entscheidung ist intern nicht „vertretbar". Der größte Wettbewerber ist dann nicht ein anderer Anbieter, sondern die Nicht-Entscheidung – Stillstand, Vertagung, Prioritätsverschiebung.

Marketing wird in vielen Organisationen als reine Vorstufe des Vertriebs verstanden: Es soll Interesse erzeugen und Leads liefern. Das funktioniert, wenn Produkte einfach sind und Entscheidungen schnell fallen. Sobald jedoch Risikoabwägung, Integration, Budgetlogik und mehrere Stakeholder dominieren, braucht der Vertrieb mehr als Aufmerksamkeit. Er braucht Entscheidungsfähigkeit: klare Argumentation, Proof, Risikoreduktion und Materialien, mit denen Kundinnen und Kunden intern Zustimmung organisieren können.

Zwei Logiken, zwei Zeithorizonte

Silodenken entsteht genau dort, wo diese beiden Perspektiven nicht in ein gemeinsames Steuerungsmodell übersetzt werden. Marketing denkt in Phasen – Awareness, Consideration, Decision – und in Kampagnenzyklen von Monaten. Vertrieb denkt in Deals, Wochen und Quartalen, mit Unwägbarkeiten und der ständigen Frage: „Was ist der nächste Schritt, der den Deal voranbringt?" Diese zeitliche Inkompatibilität ist einer der tiefsten Gründe für gegenseitiges Unverständnis.

Marketing-LogikVertriebs-Logik
Aufmerksamkeit erzeugen, Markenbekanntheit aufbauenAbschlüsse generieren, Pipeline-Gesundheit sichern
Langfristige PositionierungKurzfristige Umsatzziele
Kampagnenzyklen: MonatePlanungszyklus: Quartale, oft Wochen
KPI: Reach, Leads, MQLsKPI: Revenue, Win Rate, SQLs
Zielgruppen-Denken (Personas)Account- und Branchen-Denken

Beide Optimierungen sind für sich genommen sinnvoll – aber nur, wenn sie über gemeinsame Zwischenziele verbunden sind. Genau diese Verbindung fehlt in den meisten Organisationen.

Was Silodenken konkret kostet

Die Reibung zwischen Marketing und Vertrieb ist kein weißer Fleck auf der Landkarte. Sie ist gut dokumentiert – und sie kostet. Die Kosten sind selten als eigene Position in der Gewinn- und Verlustrechnung sichtbar, aber sie sind real.

Der belegbare wirtschaftliche Schaden

Studien von SiriusDecisions (heute Forrester) zeigen: B2B-Unternehmen, bei denen Marketing und Vertrieb eng verzahnt sind, erzielen durchschnittlich 19 % mehr Wachstum und 15 % höhere Profitabilität als Unternehmen mit schlecht aufeinander abgestimmten Bereichen. Die Aberdeen Group beziffert den Umsatzunterschied zwischen gut und schlecht abgestimmten Unternehmen auf bis zu 20 % jährliches Wachstum. Laut Gartner werden im Schnitt bis zu 65 % aller Marketing-Assets vom Vertrieb nie eingesetzt – ein direkter Ressourcenverlust.

Wo der Schaden konkret entsteht

  • Doppelarbeit und Ressourcenverschwendung: Marketing erstellt Inhalte, die der Vertrieb nicht nutzt – Content-Berge ohne Wirkung.
  • Schlechte Lead-Qualität: Unterschiedliche Definitionen eines „guten Leads" führen zu unqualifizierten Kontakten und Zeitverschwendung auf beiden Seiten.
  • Längere Sales Cycles: Fehlende Abstimmung lässt Interessenten in der Pipeline steckenbleiben, weil im richtigen Moment die richtigen Argumente fehlen.
  • Wachsende Rabattquote: Fehlende Differenzierung und fehlender Proof zwingen den Vertrieb, über den Preis statt über den Wert zu verkaufen.
  • Instabile Forecasts: Zu viele Deals beruhen auf Hoffnung statt auf belastbaren nächsten Schritten.
  • Churngefährdung: Wenn Bestandskundenmarketing nicht auf die Renewal-Prozesse des Vertriebs ausgerichtet ist, gehen Verlängerungen verloren – oft lautlos.

Die versteckten Folgeschäden

Noch gravierender als die direkt messbaren Verluste sind die kulturellen Folgeschäden, die sich erst mit Verzögerung in den Zahlen zeigen: Der Vertrieb fühlt sich allein gelassen und entwickelt eine Abwehrhaltung gegen Marketing-Initiativen. Kreative Teams, deren Arbeit systematisch ignoriert wird, verlieren die Verbindung zur Vertriebsrealität und entwickeln Inhalte im Vakuum. Und die wertvollste Marktintelligenz – das, was der Vertrieb täglich am Kunden hört – fließt nicht zurück ins Marketing, das dann an der Realität vorbeiplant.

Q:MARKETING PERSPEKTIVE

Silodenken kostet nicht nur Umsatz. Es kostet Lernfähigkeit. Das Problem ist nicht, dass Marketing und Vertrieb nicht miteinander reden – sondern dass sie mit unterschiedlichen Logiken, Metriken und Zielsystemen arbeiten und dann übereinander reden statt miteinander.

Strukturelle Ursachen: Ziele, KPIs, Verantwortlichkeiten

Abschnittsbild Strukturelle Ursachen

Silos zwischen Marketing und Vertrieb entstehen nicht durch bösen Willen. Sie sind das Ergebnis von Organisationsdesign, Anreizsystemen und historisch gewachsenen Abteilungslogiken. Die stabilsten Konflikte sind selten persönliche Konflikte – es sind Zielkonflikte.

Getrennte Reporting-Linien und Ziele

Wenn Marketing an Lead-Volumen, Cost-per-Lead oder Kampagnen-Output gemessen wird, entsteht ein nachvollziehbarer Fokus auf Skalierung. Wenn Vertrieb an Umsatz, Win-Rate und Forecast-Genauigkeit gemessen wird, entsteht ein ebenso nachvollziehbarer Fokus auf Qualität und Abschlussreife. Beide Logiken sind rational – aber sie laufen ohne Verbindung gegeneinander.

Fehlende gemeinsame Sprache und Definitionen

Was ist ein „Lead"? Diese Frage hat je nach Abteilung oft eine andere Antwort. Für Marketing ist ein Lead häufig eine E-Mail-Adresse oder ein Whitepaper-Download. Für Vertrieb ist ein Lead ein qualifizierter Interessent mit Bedarf, Budget und Entscheidungsbefugnis. Ohne saubere, gemeinsam vereinbarte Definitionen werden Übergaben zum Streitfall.

  • MQL (Marketing Qualified Lead): Ein Kontakt, der auf Basis von Verhaltens- und Profildaten als marketingreif eingestuft wurde.
  • SAL (Sales Accepted Lead): Das Übergabe-Gate zwischen Marketing und Vertriebsbearbeitung.
  • SQL (Sales Qualified Lead): Ein Kontakt, den der Vertrieb als geprüft und kaufbereit einstuft.
  • Opportunity: Ab wann gilt ein Kontakt als „real" – mit welchen Mindestinformationen?

Budget-Ownership und Segment- versus Account-Denken

Ein drittes Strukturthema ist Ownership: Wer entscheidet über Segmentpriorisierung? Wer definiert die Story? Wer besitzt die Daten und das Budget? Werden diese Sichten nicht zusammengeführt, entstehen parallele Initiativen: Marketing bearbeitet „Personas", Vertrieb jagt „Accounts" – und niemand weiß, wie beides zusammengehört.

STRUKTURELLE ERKENNTNIS

Silos sind kein Versagen von Einzelpersonen – sie sind das rationale Ergebnis irrationaler Organisationsdesigns. Solange Marketing und Vertrieb an verschiedenen Zielen, mit verschiedenen Budgets und unter verschiedenen Führungskräften arbeiten, werden Silos entstehen. Ändern Sie die Struktur, ändern Sie das Verhalten.

Kulturelle Ursachen: Sprache, Status, Risikowahrnehmung

Selbst wenn Unternehmen ihre Strukturen anpassen, bleiben kulturelle Muster bestehen. Kultur ist älter als Organigramme – und hartnäckiger als Prozesse.

Gegenseitige Stereotype

Marketing und Vertrieb pflegen gegenseitige Stereotype, die in der Firmenkultur verankert sind. Das Vertriebsbild von Marketing: „Die machen schöne Sachen, aber nichts davon hilft mir im Gespräch." „Die kennen die Kunden nicht wirklich." Das Marketing-Bild von Vertrieb: „Vertrieb schaut nie in unsere Materialien." „Die wollen immer nur schnelle Ergebnisse, kein strategisches Denken."

Die Statusfrage: Wer ist näher am Kunden?

Vertrieb erlebt unmittelbares Feedback im Gespräch und leitet daraus Wahrheiten ab. Marketing erlebt aggregiertes Feedback über Kanäle, Inhalte und Kampagnen und leitet daraus ebenfalls Wahrheiten ab. Werden diese Wahrheiten nicht regelmäßig an denselben realen Fällen geprüft, entsteht Misstrauen statt Lernen.

Unterschiedliche Erfolgsnarrative

Marketing feiert Kampagnen-Launches, Follower-Wachstum und Award-Gewinne. Vertrieb feiert Abschlüsse und übertroffene Quoten. Beide Erfolge sind real, sprechen aber verschiedene Sprachen. Es fehlt ein gemeinsames Erfolgsnarrativ.

Risikowahrnehmung: der eigentliche Gegner im B2B

B2B ist immer Risikogeschäft. Entscheider handeln nicht nur rational, sondern risikobasiert: Budget, Umsetzung, Akzeptanz, Integration, Reputation. Der Vertrieb spürt diese Risiken unmittelbar in Einwänden. Marketing adressiert sie oft zu spät oder zu allgemein.

KULTURELLE ERKENNTNIS

Fehlende gegenseitige Empathie ist kein Versagen von Individuen – sie ist das Ergebnis fehlender gemeinsamer Erfahrungen. Kulturwandel beginnt nicht mit Workshops oder Mission Statements, sondern mit gemeinsamen Erfahrungen.

Das Zielbild: Ein gemeinsames Zielsystem

Abschnittsbild Das Zielbild

Ein gemeinsames Zielsystem ist kein Kompromiss, bei dem beide Seiten etwas aufgeben. Es ist ein Design, das beide Seiten stärker macht – und der wichtigste Hebel, weil es die beiden Logiken endlich verbindet.

Das Revenue-Team-Modell

Immer mehr Unternehmen etablieren das Konzept des „Revenue Teams": Marketing, Vertrieb und Customer Success werden unter einer gemeinsamen Verantwortung zusammengeführt, die am Gesamtumsatz gemessen wird. Statt separater Abteilungsziele gibt es ein übergeordnetes Umsatzziel, auf das alle Bereiche einzahlen.

Drei Zielebenen als Brücke

Ein belastbares Zielsystem braucht drei Ebenen, die bewusst miteinander verzahnt werden:

  1. Ergebnisziele – Umsatz, Deckungsbeitrag, Wachstum in definierten Zielsegmenten.
  2. Prozessziele – Pipeline-Qualität, Conversion-Raten, Deal-Progress.
  3. Leistungsziele – Assets, Kampagnen, Aktivierung im Sales Cycle.

Entscheidend ist die Brücke dazwischen. In der Praxis reduziert ein gutes Zielsystem Konflikte, weil es klare Definitionen erzwingt: Was ist ein MQL? Was ist ein SQL? Wann wird aus einem Kontakt eine Opportunity? Welche Mindestinformationen müssen bei einer Übergabe vorhanden sein?

Gemeinsame Definitions-Architektur

  • Ideal Customer Profile (ICP) gemeinsam definieren und schriftlich fixieren.
  • Lead-Definitionen operational festlegen (MQL, SAL, SQL, Opportunity).
  • Buying Journey Mapping gemeinsam erstellen.
  • Feedback-Definitionen festlegen: Was bedeutet „schlechter Lead"?

Das gemeinsame KPI-Framework

PhaseMarketing-KPIVertriebs-KPI
AwarenessReichweite, Share of Voice, WebsitetrafficErstgespräche / Monat
ConsiderationMQLs, Content-Engagement, Demo-AnfragenPipeline-Volumen, Opportunity-Rate
DecisionSALs, Lead-zu-SQL-RateWin Rate, Cycle Time
RetentionEngagement-Rate Bestandskunden, Renewal-Content-NutzungRenewal Rate, Expansion Revenue

Das SLA zwischen Marketing und Vertrieb

Ein Service Level Agreement formalisiert gegenseitige Erwartungen und Verpflichtungen und ist keine Bürokratie, sondern ein Vertrag des gegenseitigen Vertrauens.

Marketing verpflichtet sich:

  • Monatlich X qualifizierte Leads nach vereinbarter Definition zu liefern.
  • Jeden Lead mit vollständigen Kontaktdaten und relevantem Kontext zu übergeben.
  • Vertriebsmaterialien zu entwickeln, die auf realen Einwänden und Fragen basieren.
  • Feedback-Schleifen innerhalb von X Tagen zu schließen.

Vertrieb verpflichtet sich:

  • Jeden übergebenen Lead innerhalb von X Stunden oder Tagen zu kontaktieren.
  • Feedback zur Lead-Qualität strukturiert und regelmäßig zurückzugeben.
  • Marketing-Materialien im Gesprächsprozess zu nutzen und die Nutzung zurückzumelden.
  • An gemeinsamen Reviews teilzunehmen.

PRAXIS-IMPULS

Starten Sie mit einem einfachen SLA-Dokument: eine Seite, drei bis vier Verpflichtungen pro Seite. Und halten Sie es ein.

Operating Model: Zusammenarbeit als Prozess

Ein Zielsystem ist nur so gut wie die Mechanismen, die es im Alltag zum Leben erwecken. Zusammenarbeit wird zuverlässig, wenn sie als Prozess designt ist – nicht als Hoffnung auf gute Kommunikation.

Das Revenue Review beziehungsweise Blocker-Review

Das wichtigste Instrument für operatives Alignment ist ein gemeinsames, regelmäßiges Review-Meeting – nicht das typische Abteilungs-Update, sondern ein Termin, bei dem Marketing und Vertrieb an einem Tisch sitzen und gemeinsam auf den Umsatzprozess schauen.

Agenda eines effektiven Reviews:

  • Pipeline-Review: Wie ist der Zustand der Pipeline? Wo hakt es, und warum?
  • Lead-Qualität-Review: Welche Leads wurden übergeben? Welche waren qualifiziert – und welche nicht?
  • Deal-Blocker: Welche Deals stagnieren? Welche Einwände kommen wiederholt?
  • Content-Nutzung: Welche Materialien wurden eingesetzt? Was hat geholfen, was fehlt?
  • Nächste Schritte: Welche Anpassungen nimmt Marketing vor? Welche Commitments hat der Vertrieb?

Aus dem Ritual entsteht ein Asset-Backlog, das Marketing nicht nach „Content-Ideen", sondern nach konkreten Umsatzhebeln priorisiert.

Gemeinsame Priorisierung von Segmenten und Accounts

Marketing und Vertrieb müssen sich darauf einigen, wo Fokus wirklich lohnt – inklusive Ausschlusskriterien: Nicht jeder Lead ist gut, nicht jedes Segment passt, nicht jeder Account hat das richtige Timing.

Buyer Journey Mapping als gemeinsames Dokument

Das Mapping darf nicht von Marketing allein erstellt werden. Es braucht Vertriebs-Input – reale Gesprächserfahrungen, typische Einwände, Abbruchgründe – ebenso wie Marketing-Analyse zu Suchverhalten, Content-Engagement und Wettbewerb.

Enablement als Brückenfunktion

Sales Enablement ist die operative Brücke zwischen Marketing und Vertrieb. Es ist eine geteilte Verantwortung, kein Aufgabenbereich von Marketing oder Vertrieb allein.

Gemeinsame Kunden-Insights

Marketing-Mitarbeitende nehmen regelmäßig an Kundengesprächen und Discovery-Calls teil, Vertriebsmitarbeitende werden in Zielgruppenanalysen und Persona-Entwicklung einbezogen. Was daraus entsteht: gegenseitiger Respekt und ein geteiltes Verständnis davon, was Kunden wirklich bewegt.

OPERATIVE ERKENNTNIS

Alignment entsteht nicht in Strategie-Workshops. Es entsteht in der täglichen Arbeit – wenn Marketing weiß, was Vertrieb diese Woche braucht, und Vertrieb weiß, was Marketing gerade plant.

Enabler: Daten, Inhalte, Tools – in der richtigen Reihenfolge

Abschnittsbild Enabler

Tools lösen keine Zielkonflikte. Sie verstärken sie höchstens, wenn Definitionen fehlen. Deshalb ist die Reihenfolge entscheidend: erst Begriffe und Übergaben, dann Routinen, dann Datenmodelle, dann Tooling.

Eine gemeinsame Sicht auf den Funnel

CRM und Marketing Automation sollten dieselben Felder verbindlich pflegen – Stufe, nächster Schritt, Buying Center, Blocker.

Vertriebswirksame Inhalte statt „interessanter" Inhalte

Vertriebswirksame Inhalte sind nicht primär „interessant", sondern „entscheidungsfähig": Sie reduzieren Risiko, liefern Proof, setzen Kriterien und helfen Kundinnen und Kunden, intern Zustimmung zu organisieren.

Die Rolle von Marketingagenturen im Alignment-Prozess

Externe Partner können Alignment beschleunigen – wenn sie die richtige Haltung mitbringen. Eine Agentur, die nur für das Marketing denkt, verstärkt das Silo, statt es aufzulösen.

Was eine Agentur leisten kann – und was nicht

Eine Agentur kann Inhalte, Kampagnen und Tools liefern, Prozesse gestalten und Systeme implementieren. Was sie nicht kann: die innere Ausrichtung eines Unternehmens ersetzen.

Sie kann:

  • Den Vertriebsprozess verstehen und Inhalte entwickeln, die darin wirken.
  • Gemeinsame Workshops moderieren, in denen Marketing- und Vertriebslogik zusammengeführt werden.
  • Materialien und Assets entwickeln, die der Vertrieb tatsächlich nutzt.
  • Feedback-Prozesse strukturieren und externe Perspektive einbringen.
  • Best Practices aus anderen Branchen und Unternehmen einbringen.

Woran man eine vertriebsorientierte Agentur erkennt

Eine klassische Marketingagentur antwortet mit Reichweite, Klicks und Impressionen. Eine vertriebsorientierte Agentur antwortet mit Gesprächsqualität, Abschlussraten und Pipeline-Entwicklung.

DIE Q:MARKETING HALTUNG

Wir bei Q:marketing haben uns auf genau diesen Ansatz spezialisiert: Marketing, das vom Vertriebsprozess her denkt. Zu Beginn jeder Zusammenarbeit beschäftigen wir uns intensiv mit dem Vertriebsalltag unserer Kunden. Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, beginnen wir mit der Entwicklung von Inhalten, Kampagnen und Assets – nicht vorher. Das Ergebnis: Marketing, das im Vertriebsalltag tatsächlich wirkt!

Fazit: gemeinsames Zielsystem, klare Definitionen und ein Operating Model

Abschnittsbild Fazit

Silodenken zwischen Marketing und Vertrieb ist kein Randthema, sondern ein Umsatzthema. Es verlängert Sales Cycles, senkt die Abschlusswahrscheinlichkeit und erhöht Reibungskosten – oft ohne dass es jemand direkt im Reporting sieht.

Die Lösung liegt nicht in mehr Meetings, sondern in einem gemeinsamen Zielsystem, klaren Definitionen und einem Operating Model, das Zusammenarbeit zuverlässig macht – unabhängig von einzelnen Personen.

Wenn Sie den Start pragmatisch angehen wollen: Wählen Sie ein Segment, definieren Sie Übergaben sauber, priorisieren Sie Blocker und bauen Sie wenige, aber hochwirksame Assets. In 90 Tagen lässt sich so in vielen Organisationen bereits messbar zeigen, dass Marketing und Vertrieb als gemeinsames Umsatzsystem mehr leisten als zwei getrennte Abteilungen.

Über uns

Q:marketing – Ihr Partner für digitale Transformation im Marketing

Wenn wir Sie mit diesem Whitepaper motivieren konnten, das Thema B2B-Marke aktiv anzugehen: Wir unterstützen Sie auf diesem Weg sehr gerne! Lassen Sie uns doch einmal drüber sprechen.

Q:marketing ist eine Full-Service-Agentur mit 25 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von Marketing-Konzepten für den gehobenen Mittelstand. Als inhabergeführte Agentur verstehen wir uns als strategischer Partner für mittelständische Unternehmen mit besonderer Expertise im B2B-Bereich.

Unsere Kernkompetenzen:

  • Entwicklung zukunftsweisender digitaler Lösungen (digitale Zwillinge, Konfiguratoren, virtuelle Produktpräsentationen)
  • Vertriebsunterstützende Marketingmaßnahmen für komplexe B2B-Produkte
  • Integrierte Konzepte, die Digital- und Print-Lösungen nahtlos verbinden
  • Effiziente Projektsteuerung mit hoher Termintreue und Kostentransparenz

© 2026 Q:marketing Aktiengesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Kontakt

Sie interessieren sich für die Themen dieses Whitepapers und würden gerne mehr erfahren? Oder Sie haben eine konkrete Herausforderung in Ihrem Marketing? Lassen Sie uns darüber reden!

Hanns-Peter-Windfeder

Q:marketing Aktiengesellschaft
Düsseldorfer Straße 193

www.qmarketing.de

Telefon 0208 3015-101
hanns-peter.windfeder@Qmarketing.de

Hanns-Peter-Windfeder
Logo von Q:marketing

Q:marketing Aktiengesellschaft
Düsseldorfer Straße 193
45481 Mülheim an der Ruhr